John Piper

 
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Epsom 1903
- Fawley Bottom 1992


John Piper, eigentlich John Egerton Christmas Piper, wird am 13. Dezember 1903 in Epsom geboren. 1926, nach dem Tod seines Vaters, kann sich Piper von der väterlichen Firma lossagen und bewirbt sich am Royal College of Art in South Kensington, wird aber abgelehnt, da seine Fertigkeiten im Aktzeichnen nicht ausreichend erscheinen. Erst nach der Aufnahme an der Richmond School of Art kann Piper später an das Royal College wechseln und studiert dort Malerei. Dort lernt der junge Piper Charles Mahoney, Morris Kestleman und Tom Monnington kennen, die auf den Künstler großen Einfluss ausüben. Nach seiner Ausbildung muss sich John Piper seinen Lebensunterhalt mit Kunstkritiken und Zeitschriftartikel verdienen, da Gemälde in dieser Zeit nahezu unverkäuflich sind. Erst mit dem Anschluss an eine Künstlergruppe um die Künstler Ben Nicholson, Henry Moore, Howard Hodgkins und Barbara Hepworth gelingt es Piper, Zugang zu einer Szene moderner Maler zu erhalten. Während des Zweiten Weltkrieges werden die Produktionsbedingungen für Künstler enorm schwierig, da fast unmöglich ist, Leinwände, Ölfarben, Pinsel und Papier zu bekommen. Andererseits hatte auch niemand Geld, Kunst zu kaufen. Erst mit einem Programm der britischen Regierung, die Künstler für ihre Arbeit bezahlte, in dem sie Wandbilder zum propagandistischen Zwecken schaffen ließ, verbesserte sich die Lage für Piper und seine Mitstreiter. Piper, der ebenso wie Moore nicht in der Armee dienen musste, malt in dieser Zeit Bilder von verfallenden Gebäuden. Dieses Sujet wird auch nach dem Krieg bestimmend für John Pipers künstlerische Arbeit. Mit seinen Farben, der Textur und der gewählten Perspektive schafft Piper einen tiefengreifenden Eindruck von romantischen Topografien. John Piper stirbt am 27. Juni 1992 in Fawley Bottom, Oxfordshire.